Dobermann Tara
Liebe Hundefreunde,
Unser Hunderudel besteht aus 5 ganz verschiedenen Hunden, die sich alle mal mehr und mal weniger gut verstehen.
Heute möchte ich Tara vorstellen.
Sie ist eine Dobermann-Hündin, die erst im letzten Herbst bei uns eingezogen ist und nicht ganz einfach war. Ihre Geschichte ist eigentlich gar nicht so ungewöhnlich, Hunde ihres Charakters sind oft im Tierheim anzutreffen, weil sie angeblich nicht kontrollierbar sind.
Tara hat in den ersten Lebensjahren eine etwas halbherzige, dafür aber sehr strenge harte Schutzhundausbildung mitgemacht, die dann mittendrin abgebrochen wurde. Die damalige Freundin des Ausbilders hat den Hund übernommen, als der Freund einfach gegangen ist und keine Lust mehr auf diesen Hund hatte.
Nun war auf einer Seite eine sich im Schutz befindende Hündin, die trotz allem sehr unsicher war, und auf der anderen Seite ein Frauchen, das sich mit Hundeausbildung noch nie beschäftigt und eigentlich auch keine Zeit für den Hund hatte. Was nun?
Letztes Jahr im Herbst nun hat uns Frauchens Hilferuf ereilt. Sie kam mit der mittlerweile neunjährigen Tara einfach nicht mehr zurecht. Sie hat uns den Hund als fahrradfahrer-, hunde- und kinderangreifend, ständig bellend und einfach nicht kontrollierbar beschrieben. Ob wir ihr helfen würden?
Also zog Tara bei uns ein.
Heute, fast 5 Monate später, kann ich nicht sagen, dass aus ihr ein einfacher Hund geworden ist. Aber sie lebt mit unseren anderen Hunden zusammen, ohne dass es zu einer von Frauchen befürchteten Beißerei gekommen wäre, sie ignoriert fremde Hunde, wenn wir das von ihr wollen, sie läuft ruhig weiter, wenn Fahrradfahrer kommen und unser dreijähriger Sohnemann hat von Anfang an zu ihren besten Freunden gezählt. Bellen tut sie nur noch, wenn es eine wirklich gefährliche Situation gibt.
Damit möchte ich nicht sagen, dass man sich unbedingt einen Problemhund anschaffen soll, schon gar nicht aus Mitleid, das funktioniert dann bestimmt erst recht nicht, aber vielleicht hilft diese Geschichte, die Sichtweise für und auf solche ‚schwierigen’ Hunde nur etwas zu verändern; um zu erkennen, dass sie gar nicht so schwierig und gefährlich sind. Und das hat meiner Meinung nach nichts damit zu tun, ob man Hundetrainer/-ausbilder ist oder nicht, sondern dass man seine und andere Hunde und ihr Verhalten untereinander einfach mal beobachtet. Und um auf den vorhin erwähnten GSS Junghund zurück zu kommen, es hat auch nichts mit Äußerlichkeiten zu tun, weder beim Hund, noch beim Besitzer. Was sagen schon fehlende Haare über den Charakter aus?
So, und nun noch schnell über uns: wir, das sind mein Mann, mein Sohn und ich, leben im oberen Vogtland/Deutschland mit unseren 5 Hunden und vielen anderen Tieren zusammen. Wir haben ein kleines Unternehmen, in dem wir natürliches Hundefutter verarbeiten und verkaufen – nämlich Rinderfrischfleisch. Unsere Hunde bekommen selbstverständlich unsere Eigenprodukte und danken es uns, indem sie bis auf normale Alterungserscheinungen nie krank waren.
Wer Interesse hat, kann sich unter der e-mail Adresse erfrano@web.de melden.

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